Schriftgröße Webseite: Die richtigen Größen für Desktop und Mobil
Welche Schriftgröße ist ideal für deine Webseite? Empfohlene Größen für Fließtext und Überschriften auf Desktop und Smartphone, dazu rem, clamp() und Kontrast.
Welche Schriftgröße ist ideal für deine Webseite? Empfohlene Größen für Fließtext und Überschriften auf Desktop und Smartphone, dazu rem, clamp() und Kontrast.

Die kurze Antwort: Für den Fließtext einer Webseite sind 16 px das Minimum, auf dem Desktop oft 18 px. Auch auf dem Smartphone solltest du nicht unter 16 px gehen. Überschriften wählst du je nach Ebene deutlich größer, am besten mit einer festen Skala statt nach Gefühl. Die konkreten Werte findest du gleich in der Übersicht.
Egal ob auf Desktop oder deinem Smartphone – Responsive Typografie im Webdesign passt sich jeder Bildschirmgröße an und verbessert so die Lesbarkeit und Ästhetik von Webseiten. Typografie ist ein Hauptbestandteil jeder Website. Über Texte erfahren User wichtige Informationen über dein Unternehmen oder Produkt. In diesem Basic-Guide erfährst du, wie du die richtige Schriftart auswählst, welche Schriftgrößen für Desktop und Smartphone funktionieren und wie du Typografie in Webflow umsetzt.
Die richtige Schriftart kann als eigenes Stilelement funktionieren und deiner Website eine professionelle Ästhetik verleihen. Ebenso kann eine gut ausgewählte Schriftart die Lesbarkeit deiner Website verbessern und so zu einer positiven User-Experience beitragen.
Bei der Suche nach der passenden Schrift sollte die Lesbarkeit im Fokus stehen. Dadurch garantiert man eine optimale Darstellung auf unterschiedlichsten Geräten wie z.B. Laptops, Tablets, Smartphones oder Smartwatches.
Folgende Faktoren sollten bei der Wahl der Schriftart beachtet werden:

Im Webdesign gibt es verschiedene Einheiten, mit denen Schriftgrößen festgelegt werden. Die wichtigsten sind Pixel (px), em und rem. Auf den ersten Blick klingt das kompliziert. Dahinter steckt aber eine simple Frage: Soll die Schrift immer gleich groß sein, oder soll sie sich automatisch an den Browser und das Gerät des Nutzers anpassen?
Pixel ist die bekannteste Einheit. 16px sind immer 16px, egal auf welchem Gerät. Das klingt praktisch, hat aber einen Nachteil: Wer in seinem Browser eine größere Schriftgröße eingestellt hat, weil er schlechter sieht, bekommt trotzdem die festgelegte Pixelgröße. Für einfache Projekte und beim Designen in Tools wie Figma ist Pixel trotzdem die übliche Arbeitseinheit.
rem steht für „Root em" und bedeutet: Die Schriftgröße richtet sich nach der Basisgröße des Browsers. Die meisten Browser haben eine Standardgröße von 16px. 1rem entspricht also 16px. 2rem entsprechen 32px. Der entscheidende Vorteil: Hat ein Nutzer in seinem Browser eine größere Schrift eingestellt, skaliert alles mit. Das macht Websites barrierefreier und nutzerfreundlicher. Für Webprojekte ist rem die empfohlene Einheit.
em verhält sich ähnlich wie rem, bezieht sich aber nicht auf den Browser, sondern auf das übergeordnete Element. Das kann praktisch sein, macht aber schnell Fehler, wenn Elemente verschachtelt sind, da sich die Größen gegenseitig multiplizieren. Für Einsteiger ist em weniger gut geeignet.

Diese Werte sind Orientierung und keine feste Norm. Sie funktionieren für die meisten Websites und lassen sich an deine Schrift anpassen:
Wie du auf diese Werte kommst und warum Fließtext nie unter 16 px liegen sollte, erkläre ich in den folgenden Abschnitten.
Im Webdesign gibt es keine exakte Regeln für Schriftgrößen. Allerdings gibt es so etwas wie etablierte Standards, an denen man sich orientieren kann.
Fließtext:
Bei den meisten Browsern hat sich für Fließtexte eine Größe von 16px etabliert. Viele Websites gehen sogar bis 18px oder 21px um eine gute Lesbarkeit zu garantieren. Unter 16px sollte die Schriftgröße aber nie liegen.
Zwischenüberschriften:
Diese sollten etwas größer als der Fließtext sein um einen Kontrast zu erzeugen. Oft beginnen diese bei 21px. Manchmal wird für Zwischenüberschriften auch nur ein anderer Schriftschnitt verwendet, um sich vom Fließtext abzuheben.
Überschriften:
Überschriften sollten sich deutlich vom Fließtext abheben. Eine bewährte Methode ist eine feste Skala: Jede Überschriftenebene ist um denselben Faktor größer als die darunterliegende, zum Beispiel um den Faktor 1,25. Bei 16px Fließtext ergibt das etwa 20px, 25px, 31px und 39px für die Ebenen H4 bis H1. Im typischen Einsatz auf Websites von H1 (größte Überschrift) bis H6 (kleinste Überschrift) können Überschriften je nach Design auch deutlich größer ausfallen, wie die Übersicht oben zeigt.

Da man auf Smartphones weniger Platz zur Verfügung hat, ist die Schrift in der Regel kleiner als auf dem Desktop.
Fließtext:
Obwohl die Schriftgröße bei Smartphones kleiner ist, sollte der Fließtext auch hier mindestens eine Größe von 16px haben. Bei besonders großlaufenden Schriftarten oder in einigen Ausnahmen könnte man noch auf 14px Größe runtergehen. Weniger ist aber nicht zu empfehlen.
Zwischenüberschriften:
Oft werden Zwischenüberschriften auf mobilen Geräten soweit verkleinert, dass sie so groß wie der Fließtext sind. In diesem Fall verwendet man oft Schriftformatierungen um einen visuellen Unterschied zu erreichen. Bei einer Fließtext-Größe von 16px könnten Zwischenüberschriften also beispielsweise eine Größe von 16px oder 18px annehmen.
Überschriften:
Diese sollten auf Smartphones mindestens etwa 1,3-mal größer sein als der Fließtext. Bei einer Schriftgröße von 16px bräuchte man also mindestens 21px um einen ausreichenden Unterschied zu erzeugen. Nach oben sind theoretisch keine Grenzen gesetzt, allerdings sieht es merkwürdig aus wenn eine einzige Überschrift den kompletten Bereich des Viewports einnimmt.

In Webflow legst du die Schriftgrößen im Style-Panel unter „Typography" fest. So gehst du am besten vor:
clamp(1rem, 0.9rem + 0.5vw, 1.125rem) für den Fließtext oder clamp(2rem, 1.2rem + 3vw, 4rem) für die H1. Die Schrift wächst dann stufenlos von 16 auf 18 px beziehungsweise von 32 auf 64 px.Die passenden clamp()-Werte kannst du dir mit einem Rechner wie Utopia berechnen lassen.
Eine linksbündige Ausrichtung der Texte ist immer eine gute Wahl, da es der natürlichen Leserichtung entspricht und für den Nutzer am einfachsten zu erfassen ist. Eine zentrierte oder rechtsbündige Ausrichtung ist möglich, wenn es zum Layout passt und dieses dadurch visuell verstärkt.
Ausreichender Weißraum und Abstände sind ebenso wichtig für die Lesbarkeit von Texten. Bei den meisten Desktops und Laptops hat man die Möglichkeit die Seitenränder großzügiger zu gestalten, während man bei schmaleren Bildschirmen wie Smartphones die Seitenränder natürlich kleiner gestalten muss.

Die Zeilenlänge, also die Anzahl der Zeichen pro Zeile, sollte allgemein nicht zu weit laufen, da das menschliche Auge sonst Probleme hat, den Anfang der nächsten Textzeile zu fokussieren. Daher wird für alle Bildschirme eine maximale Zeilenlänge von ca. 70 bis 80 Zeichen und eine minimale Zeilenlänge von ca. 35 bis 45 Zeichen empfohlen.

Neben der Größe entscheidet der Zeilenabstand über die Lesbarkeit. Für Fließtext funktionieren Werte zwischen 1,4 und 1,6 gut, bei großen Überschriften darf er enger sein (etwa 1,1 bis 1,3). Auf dem Smartphone lohnt sich eher etwas mehr Luft, damit der Text nicht gedrängt wirkt.
Ein weiterer wichtiger Punkt der bei Typografie eine Rolle spielt ist der Kontrast. Achte immer darauf, dass der Farbkontrast von deinen Texten zum Hintergrund groß genug ist. Ein ausreichender Kontrast erhöht die Lesbarkeit der Texte, da es dem Auge leichter fällt das Gelesene zu erfassen. Dadurch erhöht sich die Chance, dass Nutzer mehr Inhalte auf deiner Website tatsächlich lesen.
Als Orientierung empfehlen die Web-Richtlinien (WCAG) ein Kontrastverhältnis von mindestens 4,5:1 für normalen Text und 3:1 für große Schrift. Zusätzlich sollte sich der Text im Browser auf 200 Prozent vergrößern lassen, ohne dass Inhalte verloren gehen. Mehr dazu findest du im Artikel zur barrierefreien Website.

Durch den Einsatz von zu vielen verschiedenen Schriftarten wirkt eine Website sehr schnell unstrukturiert und unprofessionell. Daher sollte man die Grundregel beachten und nie mehr als 3 unterschiedliche Schriftarten auf einer Website verwenden.
Eine Schriftart konsistent zu verwenden ist immer eine gute Idee. Oft ergänzen sich 2 verschiedene Schriftarten auch gegenseitig in ihrer Wirkung und verleihen einer Website einen besonderen Look. Ideen dazu findest du bei den Schriftkombinationen und den besten Google Fonts. Wenn du Google Fonts nutzt, solltest du sie lokal einbinden.
Du planst gerade eine neue Website und fragst dich, wie du Typografie für dein Projekt am besten umsetzt? Als Webdesign-Freelancer helfe ich dir dabei, von Anfang an die richtigen Entscheidungen zu treffen.
Responsive Typografie bedeutet, dass sich Schriftgrößen und Abstände automatisch an die Bildschirmgröße anpassen. Auf einem großen Desktop darf eine Überschrift 60px groß sein. Auf einem Smartphone würde dieselbe Größe den gesamten Bildschirm ausfüllen. Mit responsiver Typografie schrumpft sie automatisch auf eine lesbare Größe, zum Beispiel 32px. Das passiert entweder durch definierte Breakpoints, an denen das Design umspringt, oder durch fließende Skalierung mit CSS-Tools wie clamp(). Das Ergebnis ist eine Website, die auf jedem Gerät professionell und lesbar wirkt, ohne dass für jede Bildschirmgröße ein eigenes Design erstellt werden muss.
Texte machen den größten Teil einer Website aus. Wenn sie nicht gut lesbar sind, verlassen Nutzer die Seite schnell. Das schadet nicht nur der User Experience, sondern auch dem Google-Ranking, da die Verweildauer als Rankingfaktor gilt. Responsive Typografie stellt sicher, dass Texte auf jedem Gerät in der richtigen Größe erscheinen. Das ist besonders wichtig, weil heute mehr als die Hälfte aller Website-Besuche über Smartphones stattfinden. Eine Schrift, die auf dem Desktop gut lesbar ist, kann auf dem Handy zu klein oder zu groß wirken, wenn sie nicht responsiv eingestellt ist.
Es gibt zwei Hauptwege. Der einfachere Weg sind Breakpoints: Man legt für Desktop, Tablet und Smartphone jeweils eine eigene Schriftgröße fest, und der Browser wechselt automatisch zwischen diesen Werten, wenn die Bildschirmbreite einen bestimmten Punkt überschreitet oder unterschreitet. Das funktioniert gut und ist der Standard in den meisten Webdesign-Tools wie Webflow. Der fortgeschrittenere Weg ist CSS clamp(), eine Funktion, die eine Mindestgröße, eine Maximalgröße und dazwischen eine fließende Skalierung definiert. Damit passt sich die Schrift wirklich auf jede Bildschirmgröße an, nicht nur auf drei festgelegte Punkte. In Webflow lässt sich beides einfach über die Style-Einstellungen umsetzen, ohne manuellen Code schreiben zu müssen.
In der Regel nicht. Eine gut gewählte Schrift funktioniert auf allen Geräten, solange sie klar gezeichnet und kontrastreich genug ist. Was sich für mobile Geräte verändern sollte, sind Größe, Zeilenabstand und Zeilenlänge. Auf kleinen Bildschirmen braucht Text mehr Luft, damit er nicht gedrängt wirkt. Manchmal lohnt es sich, auf dem Smartphone einen anderen Schriftschnitt zu verwenden, zum Beispiel Regular statt Light, weil dünne Schriftschnitte auf kleinen Displays schlechter lesbar sind. Die Schriftfamilie selbst bleibt dabei dieselbe.
CSS clamp() ist eine CSS-Funktion, die drei Werte bekommt: eine Mindestgröße, eine Wunschgröße und eine Maximalgröße. Die Schrift skaliert dann fließend zwischen diesen Grenzen, je nach Bildschirmbreite. Ein Beispiel: clamp(18px, 4vw, 48px) bedeutet, die Schrift ist mindestens 18px groß, maximal 48px und skaliert dazwischen proportional. Das Ergebnis ist eine Typografie, die auf wirklich jedem Bildschirm gut aussieht. Ob du clamp() brauchst, hängt von deinem Projekt ab. Für einfache Websites reichen Breakpoints vollkommen aus. Bei komplexeren Projekten mit vielen Bildschirmgrößen ist clamp() die sauberere Lösung.

Egal ob konkrete Anfrage oder erste Idee. Ich berate dich gerne kostenlos. Bei einem Erstgespräch können wir uns über dein Projekt und deine Wünsche austauschen. Anschließend überlege ich mir wirkungsvolle nächste Schritte oder sende dir ein unverbindliches Angebot zu.