Meine ehrliche Meinung: Lohnt sich Webflow 2026 noch?

Lohnt sich Webflow 2026 noch? Meine persönliche Einschätzung nach 6 Jahren Projekt-Erfahrung – zu Kosten, Framer als Alternative und KI-Tools.

Abstrakter dunkler Hintergrund zeigt das Webflow Logo und daneben ein Portrait von Lukas Rudrof.

Ich nutze Webflow seit ca. über sechs Jahren. Ich habe damit Websites für lokale Dienstleister gebaut, für Startups, für Agenturen. Angefangen habe ich damit, als es noch als Geheimtipp galt und die meisten Kunden fragten, ob das eigentlich seriös sei.

Heute ist die Frage eine andere. Heute fragen Kunden, ob Webflow nicht zu teuer sei. Oder ob Framer nicht moderner wirkt. Oder ob eine KI das nicht auch in zehn Minuten erledigen könnte. Und Freelancer fragen sich, ob sich die steigenden Kosten noch rechtfertigen lassen.

Berechtigte Fragen. Ich beantworte sie hier so ehrlich, wie ich kann – für Unternehmen, die eine neue Website planen, und für Webdesigner, die überlegen, ob Webflow noch das richtige Tool für ihre Arbeit ist.

Webflow Updates 2026

Was sich in den letzten Jahren verändert hat

Webflow ist nicht mehr das Tool, das es mal war. Das ist keine Kritik an der Qualität, sondern die Beschreibung einer Richtungsentscheidung, die das Unternehmen bewusst getroffen hat.

Webflow bewegt sich in Richtung Enterprise. Die Preisstruktur macht das deutlich. Wer heute ein professionelles Hosting-Paket für Kundenprojekte braucht, zahlt spürbar mehr als noch vor zwei Jahren. Neue Features wie AI-Credit-Tokens und erweiterte Teamfunktionen richten sich klar an größere Organisationen, nicht an den Freelancer mit einem Dutzend aktiver Kundenprojekte.

Nachvollziehbar als Unternehmensstrategie. Aber für mich heißt das: Webflow baut zunehmend für eine Zielgruppe, zu der ich nicht gehöre. Und für Unternehmen, die eine Website beauftragen, schlägt sich das indirekt in den Projektkosten nieder.

Hinzu kommen fehlende Features, bei denen die Konkurrenz schlicht schneller war. Framer hat native KI-Integration und ein Komponentensystem, das sich für viele Use Cases natürlicher anfühlt. Andere Tools haben Dinge gelöst, auf die Webflow-Nutzer seit Jahren warten.

Das alles stimmt. Trotzdem nutze ich Webflow. Und ich würde es wieder so entscheiden.


Warum ich trotzdem dabei bin

Es gibt einen Grund, warum ich nach sechs Jahren nicht gewechselt habe, obwohl ich es mir mehr als einmal ernsthaft überlegt habe: Webflow ist das ausgefeilteste Tool, das ich kenne, wenn es darum geht, visuell komplexe, technisch saubere Websites zu bauen, die ich meinen Kunden mit gutem Gewissen übergeben kann.

Klingt unspektakulär. Ist aber der Grund, warum ich bleibe.

Webflow produziert sauberen HTML-Code ohne überflüssiges Markup. Die Ladezeiten sind gut, die Hosting-Infrastruktur ist zuverlässig, das CMS ist für die meisten Kundenprojekte genau richtig dimensioniert. Und der Editor, in dem Kunden später selbst Inhalte pflegen können, ist so gebaut, dass ich nachts nicht aufwache und mir Sorgen mache, was mein Kunde dort gerade verstellt.

Das ist kein Marketing. Das ist über sechs Jahre Projekterfahrung.

Framer ist schnell und macht Spaß. Aber wenn ich einem Handwerksbetrieb eine Website baue, die er die nächsten vier Jahre nutzen und gelegentlich selbst bearbeiten will, ist Framer nicht die richtige Wahl. Nicht weil Framer schlecht wäre – es ist einfach für einen anderen Fall gebaut.

Screenshot der Webflow Website.

Was bedeutet das konkret für Kunden?

Wenn du überlegst, eine neue Website zu beauftragen, und dich fragst, warum ein Webdesigner Webflow empfiehlt statt WordPress oder einem anderen Tool, hier die ehrliche Antwort:

Webflow kostet als Plattform mehr als ein günstiges WordPress-Hosting. Das stimmt. Aber der Vergleich hinkt, weil er unterschiedliche Dinge gegenüberstellt.

Was im Preis steckt: zuverlässiges Hosting auf einer globalen CDN-Infrastruktur, automatisches SSL, ein integriertes CMS, Editor-Zugang für dich als Kunde, automatische Backups. Dazu eine Plattform, auf der niemand Plugins pflegen, Updates einspielen oder Sicherheitslücken stopfen muss.

Was bei WordPress dazukäme: ein Hosting-Paket, ein Page-Builder, ein Theme, diverse Plugins für Formulare, SEO, Backups und Cache. Und jemand, der das alles aktuell hält.

Ehrlich gegenübergestellt ist der Preisunterschied kleiner, als er auf den ersten Blick wirkt. Und was viele unterschätzen: Eine Webflow-Website läuft stabil und ohne technischen Wartungsaufwand. Das hat einen Wert, der sich nicht immer in Euro ausdrücken lässt, aber im Alltag spürbar ist.


Was ist mit KI-Tools?

Die Frage, die mir inzwischen am häufigsten gestellt wird, ist nicht Framer gegen Webflow. Es ist: Kann ich meine Website nicht einfach mit KI bauen?

Für manche Zwecke ja. Für die meisten Projekte, die meine Kunden brauchen, nein.

KI-Website-Builder erzeugen im besten Fall ein ansprechendes Template mit Platzhaltertexten. Was sie nicht liefern: eine Strategie, die überlegt, welche Seiten welche Inhalte brauchen. Eine Nutzerführung, die Besucher zur richtigen Handlung leitet. Responsive-Optimierung, die auf jedem Gerät wirklich funktioniert. Saubere SEO-Grundlagen. Und einen Ansprechpartner, der nach dem Launch erreichbar ist.

Das wird KI irgendwann lösen können. Aber Stand 2026 sieht man den Unterschied zwischen einer KI-generierten und einer professionell geplanten Website noch deutlich – nicht immer auf den ersten Blick, aber in den Ergebnissen.


Für wen sich Webflow lohnt und für wen nicht

Nach jahrelanger Projekterfahrung habe ich ein klares Bild davon, wann Webflow die richtige Wahl ist und wann nicht.

Webflow lohnt sich, wenn du eine professionelle Website willst, die lange hält und mit deinem Business mitwachsen kann – wenn du selbst, oder jemand in deinem Team, hin und wieder Inhalte pflegen willst, ohne dafür einen Entwickler zu brauchen, und wenn dir Ladegeschwindigkeit und Stabilität wichtiger sind als der günstigste Preis.

Weniger lohnt es sich, wenn das Budget sehr knapp ist und jeder Euro zählt, wenn du eine sehr einfache, statische Seite brauchst, die sich nie ändern wird, oder wenn es vor allem um komplexe E-Commerce-Funktionen geht, für die Shopify und ähnliche Plattformen ohnehin besser aufgestellt sind.

Keine universelle Wahrheit. Meine Einschätzung nach vielen Projekten mit unterschiedlichen Kunden und Anforderungen.


Mein Fazit

Webflow ist 2026 nicht mehr die günstigste Option. Es ist auch nicht mehr das Underdog-Tool, das ich Jahren entdeckt habe. Das Unternehmen hat eine klare Richtung eingeschlagen, die nicht immer zu dem passt, was Freelancer brauchen oder was Kunden erwarten.

Aber es ist immer noch das Tool, mit dem ich am ehesten guten Gewissens etwas Zuverlässiges abliefern kann. Ich kann Projekte übergeben, hinter denen ich stehe – Websites, die technisch sauber sind, stabil laufen und sich ohne großen Aufwand pflegen lassen.

Ich wechsle nicht. Aber ich schaue weiter genau hin, was sich verändert.

Du überlegst, ob Webflow das richtige Tool für dein Projekt ist? Ich berate dich gerne. → Anfrage stellen

Portrait von Lukas Rudrof, Webflow Designer aus Nürnberg.
Lukas Rudrof
July 19, 2026

FAQ

Wie viel kostet eine Webflow-Website im Monat?

Die Hosting-Kosten bei Webflow richten sich nach dem gewählten Plan. Für eine professionelle Business-Website liegen sie typischerweise zwischen 15 und 25 Dollar pro Monat. Hinzu kommt gegebenenfalls eine Workspace-Gebühr auf Seite des Freelancers. Im Vergleich zu einem vergleichbar ausgestatteten WordPress-Setup mit Hosting, Theme und Plugins ist der Unterschied in der Praxis oft geringer als erwartet.

Ist Webflow besser als WordPress?

Kommt drauf an. Webflow ist technisch sauberer und braucht keine Plugins oder laufende Wartung. WordPress ist flexibler, hat ein riesiges Plugin-Ökosystem und eignet sich besonders für sehr komplexe oder individuelle Anforderungen. Für die meisten mittelgroßen Business-Websites ist Webflow die pflegeleichtere und langfristig stressfreiere Wahl.

Kann ich eine Webflow-Website selbst bearbeiten?

Ja. Webflow bietet einen Editor-Modus, in dem du Texte und Bilder direkt auf der fertigen Website bearbeiten kannst, ohne Programmierung oder technisches Wissen. Strukturelle Änderungen am Design erfordern weiterhin den Webflow Designer, also die Arbeit eines Webdesigners.

Lohnt sich Webflow für kleine Unternehmen?

Für viele kleine Unternehmen ja, besonders wenn die Website ein wichtiger Kanal für Kundenanfragen ist und sich im Laufe der Zeit weiterentwickeln soll. Für sehr kleine Budgets oder rein informative Miniwebsites gibt es günstigere Alternativen, die ihren Zweck erfüllen.

Was ist der Unterschied zwischen Webflow und Framer?

Beide sind visuelle No-Code-Tools, haben aber unterschiedliche Schwerpunkte. Framer ist stärker auf interaktive Prototypen und Animationen ausgerichtet, mit einem Workflow, der auf Entwickler und Designer zugeschnitten ist. Webflow ist breiter aufgestellt, hat ein ausgefeilteres CMS und einen Kunden-Editor, der sich besser für die langfristige Übergabe eignet. Für Unternehmenswebsites mit echtem Inhaltsbedarf ist Webflow in der Regel die solidere Wahl.

Werden Webflow-Websites von Google gefunden?

Ja. Webflow-Websites sind technisch gut für Suchmaschinen aufgestellt: sauberer Code, schnelle Ladezeiten, integrierte SEO-Felder für Titel, Descriptions und Alt-Texte, automatische Sitemap. Wie gut eine Website tatsächlich rankt, hängt aber vor allem von Inhalten und laufender SEO-Arbeit ab, nicht vom Tool allein.

Du benötigst Hilfe bei deinem Projekt?

Egal ob konkrete Anfrage oder erste Idee. Ich berate dich gerne kostenlos. Bei einem Erstgespräch können wir uns über dein Projekt und deine Wünsche austauschen. Anschließend überlege ich mir wirkungsvolle nächste Schritte oder sende dir ein unverbindliches Angebot zu.

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