Typography, Webdesign

Variable Fonts – Potenzial im Webdesign + 9 kostenlose Beispiele

Was sind Variable Fonts? Das neue Schriftformat ermöglicht flexible Möglichkeiten und Vorteile für Fonts im Webdesign. 9 Kostenlose Beispiele für deine Website.

Zwei schwebende Smartphones zeigen Beispiele von Typography.

Schon einmal von Variablen Fonts gehört? Variable Fonts sind das neueste Schriftformat für Typography im Webdesign. In diesem Artikel werde erklären, wie das Schriftformat funktioniert, welche Vorteile es gibt und einige Beispiele von kostenlosen Variablen Fonts zum ausprobieren präsentieren. 

Was sind Variable Fonts?

Variable Fonts nutzen CSS-Attribute um Schriftart, Schriftgewicht oder Schriftstile anzusteuern. Damit muss man bei der Gestaltung einer Website also nicht mehr mehrere Schriftarten einbetten, um den Schriftstil beispielsweise von „Light“ zu „Bold“ zu ändern. Das Gleiche gilt für Schriftbreiten wie „Condensed“ oder „Extended“. 

Beim Verwenden von unterschiedlichen Schriftschnitten mussten die einzelnen Dateien separat eingebettet werden. Bevor die Schriftarten oder -schnitte auf dem Gerät eines Besuchers sichtbar wurden, mussten diese erst heruntergeladen und gerendert werden. Viele Schriftarten verlängern dadurch die Ladezeit einer Website und können vor allem das Nutzererlebnis beeinträchtigen.

Mit Variablen Fonts ist es möglich, mit nur einer Datei, die verschiedenen Gewichtungen und Stile zu erzeugen. Dabei gibt es einen Basisschriftschnitt. Durch die Steuerung von den Schriftachsen können so die unterschiedlichen Schriftstile dargestellt werden. Dadurch entstehen unbegrenzte Möglichkeiten zur Gestaltung durch Schriftarten, ohne die Ladezeit der Website negativ zu beeinflussen.

Ansicht der verschiedenen Achsen von Variablen Fonts.


Wie funktionieren Variable Fonts?

Die Funktion von Variablen Fonts lässt sich gut an der Schriftbreite erklären. Bisher lässt sich bei normalen Schriftschnitten die Schriftbreite nur wenig oder gar nicht ändern. Vor allem kann man sie nicht ändern, ohne die Qualität und das Design der Schrift zu beeinflussen. Für eine breiter laufende Schrift benötigt man also wieder eine eigene breitere Schriftart.

Bei einer Variablen Schriftart kann man die Schriftbreite mithilfe von CSS-Attributen steuern. Der Grad der Veränderung der Breite wird dabei mit einem numerischen Wert angesteuert. Der Große Vorteil dabei ist, dass das Grunddesign der Schriftart erhalten bleibt und die Schrift nicht „komisch“ oder „künstlich gequetscht“ aussieht. Mit dieser Funktionsweise lassen sich auch die Strichstärke, Kursivschrift, Neigung und optische Größe anpassen. 

Variable Fonts Steuerung durch CSS-Tags.

Welche Vorteile haben Variable Fonts?

Wie oben schon erwähnt, bringen Variable Fonts einige Vorteile mit sich. Aus meiner Sicht gibt es 4 wichtige Gründe, warum es sich lohnt, Variable Fonts in einer Website zu verwenden:

  • Schnellere Ladezeiten: Ohne das Einbinden von vielen einzelnen Schriftschnitten benötigt man weniger Datenmenge und Server-Ressourcen. Dadurch wird die Website schneller geladen. 
  • Verbesserte Benutzerfreundlichkeit: Durch die verbesserte Ladezeit verringert sich die Wahrscheinlichkeit, dass downloaden und rendern der Schriftart Verzögerungen für den User entstehen. Außerdem erhofft man sich mit dem neuen Schriftformat eine bessere Kompatibilität zwischen verschiedenen Betriebssystemen.
  • Kreative Möglichkeiten: Für Designer ergeben sich durch die vielen Anpassungsmöglichkeiten mehr Möglichkeiten das jeweilige Design kreativ zu gestalten.
  • Flexible Layouts: Variable Fonts sorgen für einen flexibleren Gestaltungsprozess, da man für Anpassungen von Schriftbreite oder Schriftgewicht keine neuen Schriftschnitte hochladen muss.

9 kostenlose Beispiele von Variable Fonts für deine Website:

Variable Schriftart Vorschau Georama.

Georama

  • Sans Serif
  • Verfügbare Schriftstile: 108
  • Lizenz: frei zur kommerziellen Nutzung, OFL
  • Designed von: Production Type
Variable Schriftart Vorschau Mango Grotesque.

Mango Grotesque

  • Sans Serif
  • Verfügbare Schriftstile: 18
  • Lizenz: frei zur kommerziellen Nutzung
  • Designed von: Rajesh Rajput
Variable Schriftart Vorschau Montagu Slab.

Montagu Slab

  • Serif
  • Verfügbare Schriftstile: 14
  • Lizenz: frei zur kommerziellen Nutzung
  • Designed von: Florian Karsten
Variable Schriftart Vorschau outfit.

outfit

  • Sans Serif
  • Verfügbare Schriftstile: 9
  • Lizenz: frei zur kommerziellen Nutzung, OFL
  • Designed von: Rodrigo Fuenzalida
Variable Schriftart Vorschau JuniusX.

JuniusX

  • Serif
  • Verfügbare Schriftstile: 16
  • Lizenz: frei zur kommerziellen Nutzung, OFL
  • Designed von: Peter Baker
Variable Schriftart Vorschau SUIT.

SUIT

  • Sans Serif
  • Verfügbare Schriftstile: 108
  • Lizenz: frei zur kommerziellen Nutzung, OFL
  • Designed von: SUNN
Variable Schriftart Vorschau Meshed Display.

Meshed Display

  • Serif
  • Verfügbare Schriftstile: 9
  • Lizenz: frei zur kommerziellen Nutzung, OFL
  • Designed von:Rajesh Rajput
Variable Schriftart Vorschau Hauora Sans.

Hauora Sans

  • Sans Serif
  • Verfügbare Schriftstile: 7
  • Lizenz: frei zur kommerziellen Nutzung, OFL
  • Designed von: WCYS & Co.
Variable Schriftart Vorschau Epilogue.

Epilogue

  • Sans Serif
  • Verfügbare Schriftstile: 18
  • Lizenz: frei zur kommerziellen Nutzung, OFL
  • Designed von: Tyler Finck


Fazit: Ich hoffe, dass ich dich mit diesem Artikel etwas besser über die Vorteile von Variablen Fonts aufklären konnte und du dir möglicherweise bei deinem nächsten Webdesign Projekt überlegst, sie einzusetzen. Variable Fonts haben das Potential sich in Zukunft zum Standard Schriftformat für Websiten und Webanwendungen zu entwickeln. Bis es soweit ist, braucht das neue Format, meiner Meinung nach, noch etwas Zeit um sich zu etablieren. Dennoch kann man sich auf Websiten mit mehr Freiraum für Kreativität und schnelleren Ladezeiten freuen.

Du interessiert dich für Typography? Hier findest du einen Artikel zu den "20 besten Google Fonts für deine Website"

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