7 Schritte die helfen, die Absprungrate deiner Website zu reduzieren
Was ist die Absprungrate bei einer Website? Wie kann ich verhindern, dass User meine Website verlassen? In diesen 7 Schritten zeige ich dir, wie du die Absprungrate verringern kannst.
Website, Business
July 15, 2021
Website Besucher finden nicht immer das, wonach sie suchen. Der Grund dafür kann irrelevanter Inhalt, eine unklare Struktur oder ein kompliziertes Design sein. Als Ergebnis verlässt der Benutzer höchstwahrscheinlich deine Website. Die Absprungrate macht diese Zahl der User messbar.
Was ist die Absprungrate bei einer Website?
Die Absprungrate ist ein Begriff des Bereichs Webanalyse. Sie wird in Prozent angegeben und zeigt auf, wie viele Besucher eine Website bereits nach kurzer Zeit wieder verlassen. Laut Google Analytics ist dies dann der Fall, wenn nur eine Unterseite besucht und somit nur eine Anfrage an den Analytics-Server ausgelöst wird. Häufig wird für die Absprungrate auch der englische Begriff Bounce Rate genutzt.
Die Absprungrate wird berechnet, indem die Anzahl der Sitzungen mit einem Seitenaufruf durch die Gesamtzahl der Besucher geteilt wird, was einen Bruchteil der Gesamtzahl der Sitzungen darstellt.
Wenn ein Besucher eine Website nur kurz nutzt oder keine Interaktion durchführt, muss das nicht zwingend schlecht sein. Unter Umständen hat der User eine bestimmte Information, beispielsweise Kontaktdaten gesucht und direkt auf der aufgerufenen Unterseite gefunden. In diesem Fall bedeutet die Absprungrate nicht gleich eine schlechte Seitenqualität. Meistens möchten Seitenbetreiber jedoch Benutzer möglichst lange auf der eigenen Website halten. In diesem Fall wirkt eine hohe Bounce Rate eher negativ.
Eine hohe Absprungrate kann darauf hin deuten, dass die Webseite nicht den Erwartungen der Nutzer entspricht. Der Grund liegt oft im langsamen Laden der Website, schlechter Navigation oder mangelnder Optimierung für mobile Geräte. All diese Faktoren führen dazu, dass Nutzer die Seite schnell wieder verlassen.
7 Schritte um die Absprungrate zu reduzieren
1. Achte auf die Ladegeschwindigkeit deiner Seite
Wenn eine Seite mehr als drei Sekunden zum Laden braucht, verlassen laut Google 53 % der Nutzer die Seite. Der Inhalt der Website spielt keine Rolle, wenn die Nutzer ihn nicht sofort sehen können. Auf mobilen Geräten ist die Ladegeschwindigkeit ebenfalls entscheidend. Daher wurde sie 2018 zu einem der Rankingfaktoren bei Google.
2. Vereinfachte Navigation
Die Navigation sollte unbedingt einfach gehalten sein und dem Benutzer keinen Mehraufwand abzuverlangen. Laut einer Studie von Nielsen bevorzugten User auf Desktop-Ansichten eine sichtbare Navigation gegenüber von Hamburger-Menüs und versteckten Navigationen.
Hier sind einige Tipps, die du beim Aufbau einer intuitiven Navigation beachten solltest:
Die Anzahl der Navigationsebenen sollte nicht mehr als 2–3 betragen
User bevorzugen es zu sehen, in welchem Menüpunkt sie sich gerade befinden
Bei grösseren Webseiten hilft eine Breadcrumb-Navigation als Orientierungshilfe
Bei grösseren Webseiten empfehlen sich Dropdown-Menüpunkte
3. Gute Lesbarkeit der Inhalte
Der Inhalt auf der Seite sollte formatiert und leicht zu lesen sein. Benutzer wollen keine unverdaulichen und schlecht strukturierten Artikel lesen. Breche grössere Textmengen in Absätze auf, fügen Sie Videos, Bilder und Aufzählungslisten ein. Viele und lange Textblöcke erhöhen immer die Absprungrate der Webseite.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist, dass 79 % von Website Besuchern, Inhalte nur überfliegen. Deshalb ist es wichtig deine Inhalte einfach erfassbar zu gestalten, sodass die User möglichst viele Informationen aufnehmen können.
4. Vereinfachte Suchmöglichkeit
Viele Webseiten verzichten auf die Suchfunktion und machen ihren Besuchern damit das Leben schwer. Wenn ein User nach etwas Bestimmtem sucht und es nicht sofort auf der besuchten Seite findet, ist die Wahrscheinlichkeit gross, dass er die Seite wieder verlassen wird.
Tests haben gezeigt, dass 90 % der Nutzer bei der Suche nicht über die erste Seite der Website hinausgehen. Daher solltest du wichtige Inhalte nicht hinter irgendwelche Unterseiten oder einem Haufen visueller Elemente verstecken. Wenn User etwas aktiv mit einem Suchfeld auf deiner Website suchen, ist es auch wahrscheinlicher, dass sie mehr Zeit auf deiner Seite verbringen werden.
Gerade bei grösseren Webseiten mit vielen Inhalten solltest du dir überlegen, ob eine Suche deinen Usern weiterhelfen könnte, um ihnen so unnötige Klicks zu ersparen.
5. Gute Gestaltung des Layouts
Gutes Webdesign ist intuitiv und erhöht die Glaubwürdigkeit. Es ist unwahrscheinlich, dass Nutzer ihre Zeit auf einer Seite mit einer komplizierten Navigation oder schlecht gestaltetem Layout verschwenden. Untersuchungen von Social Triggers zeigen, dass sich Nutzer nicht für Inhalte auf schlecht gestalteten Seiten interessieren. So weigerten sich 94 % der Befragten, eine unattraktive Seite zu besuchen. Das beste Werkzeug für eine übersichtliche Gestaltung deiner Webseite ist die visuelle Hierarchie.
Design Vergleich von 2 E-Commerce Websiten
Optimiere die Ansicht deiner Webseite auch für kleinere Geräte. Die korrekte Anzeige deiner Inhalte ist essenziell und freut vor allem den Nutzer.
6. Funktionierende Links
Nicht funktionierende Links sind genauso nervig wie unerwünschte Pop-Ups und beeinträchtigen negativ das Nutzererlebnis. Daher solltest du sicher stellen, dass alle internen & externen Links auf deiner Website funktionieren. Dafür gibt es auch nützliche Tools, die dir die Arbeit abnehmen:
Wenn die Nutzer auf deiner Website eine Aktion ausführen sollen, sollte diese Handlungsaufforderung möglichst klar formuliert und deutlich sichtbar platziert sein. Der Besucher sollte ihn direkt in den ersten Sekunden auf der Seite bemerken. Ebenso von Vorteil ist eine ansprechende Gestaltung des CTA-Buttons.
Es stellte sich heraus, dass das häufigste Muster der Augenbewegung eines Benutzers das F- Muster oder Z-Muster ist. Hier 2 Beispiele zur Verdeutlichung:
Fazit Die Absprungrate kann ein wichtiger Indikator für die Nutzerfreundlichkeit deiner Webseite sein. User bleiben in der Regel länger auf Webseiten, auf denen sie finden was sie suchen oder ihnen die angebotenen Inhalte gefallen.
Allerdings muss die Absprungrate stets im richtigen Verhältnis betrachtet werden. Bei One-Page oder Blog-Websiten ist die Absprungrate tendenziell immer höher (bis zu 90 %) als bei Webseiten von Unternehmen. Bei E-Commerce Websiten sollte die Absprungrate wiederum möglichst niedrig sein.
Eine hohe Absprungrate kann also ein wichtiger Hinweis auf die Performance deiner Website sein. In diesem Fall, solltest du Faktoren wie Inhalte, Aufbau und technische Optimierung auf jeden Fall überprüfen und gegebenenfalls verbessern.
Die Absprungrate, auf Englisch Bounce Rate, gibt an, wie viele Besucher eine Website wieder verlassen, ohne mit ihr zu interagieren oder eine weitere Seite zu öffnen. Ein Absprung bedeutet: Der Nutzer kam, sah die Seite und ging zurück, ohne zu klicken, zu scrollen oder eine Aktion auszuführen. Eine hohe Absprungrate ist ein Hinweis darauf, dass Besucher nicht finden, was sie gesucht haben oder dass die Seite sie nicht überzeugt hat. Sie wird in Prozent angegeben und ist über Tools wie Google Analytics oder Plausible messbar.
Was ist eine gute Absprungrate für eine Website?
Das hängt stark vom Seitentyp ab. Für Unternehmenswebsites und Landingpages gilt eine Absprungrate unter 50 Prozent als gut, unter 40 Prozent als sehr gut. Blogs und Nachrichtenseiten haben naturgemäß höhere Absprungraten von 60 bis 80 Prozent, weil Besucher oft einen Artikel lesen und dann die Seite verlassen. Wichtig ist, die eigene Rate im Zeitverlauf zu beobachten und zu vergleichen, nicht blind einen Standardwert als Ziel anzustreben. Tendenziell gilt: Sinkt die Rate, wird die Seite relevanter für ihre Besucher.
Was sind die häufigsten Ursachen für eine hohe Absprungrate?
Die häufigsten Ursachen sind langsame Ladezeiten, bei denen Nutzer die Seite verlassen bevor sie lädt, eine schlechte Übereinstimmung zwischen dem, was in der Google-Suche versprochen wird, und dem tatsächlichen Seiteninhalt, unklare oder schwer lesbare Inhalte sowie ein schlechtes mobiles Nutzererlebnis. Auch ein fehlender klarer Call-to-Action und mangelnde interne Verlinkung zu weiterführenden Inhalten tragen zu hohen Absprungraten bei. Die meisten Absprungraten lassen sich durch eine Kombination aus besserer Ladezeit und klareren Inhalten deutlich reduzieren.
Beeinflusst die Absprungrate das Google-Ranking?
Indirekt ja. Google nutzt die Absprungrate nicht direkt als Rankingfaktor, aber sie ist eng mit Faktoren verknüpft, die Google direkt bewertet. Eine hohe Absprungrate deutet auf geringe Nutzerzufriedenheit hin, was sich in kurzen Verweildauern äußert. Diese „Dwell Time", also wie lange ein Nutzer nach dem Klick auf deiner Seite bleibt, wertet Google als Signal für Relevanz und Qualität. Außerdem korreliert eine niedrige Absprungrate oft mit schnellen Ladezeiten und guter mobiler Darstellung, die beide direkte Rankingfaktoren sind.
Wie kann ich die Absprungrate meiner Website schnell verbessern?
Die drei wirksamsten Sofortmaßnahmen sind: erstens die Ladezeit optimieren, besonders durch Bildkomprimierung und das Entfernen unnötiger Skripte; zweitens sicherstellen, dass die wichtigste Information und ein klarer nächster Schritt bereits above the fold, also ohne Scrollen, sichtbar sind; und drittens die interne Verlinkung verbessern, damit Besucher nach dem Lesen einer Seite direkt zu relevantem weiterführendem Inhalt gelangen. Schon diese drei Maßnahmen können die Absprungrate innerhalb weniger Wochen spürbar senken.
Du benötigst Hilfe bei deinem Projekt?
Egal ob konkrete Anfrage oder erste Idee. Ich berate dich gerne kostenlos. Bei einem Erstgespräch können wir uns über dein Projekt und deine Wünsche austauschen. Anschließend überlege ich mir wirkungsvolle nächste Schritte oder sende dir ein unverbindliches Angebot zu.