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7 Schritte die helfen, die Absprungrate deiner Website zu reduzieren

Two Desktop Screens showing the bouncing rate of websites
September 15, 2021
Max. Lesedauer: 4 Minuten

Website Besucher finden nicht immer das, wonach sie suchen. Der Grund dafür kann irrelevanter Inhalt, eine unklare Struktur oder ein kompliziertes Design sein. Als Ergebnis verlässt der Benutzer höchstwahrscheinlich deine Website. Die Absprungrate macht diese Zahl der User messbar.

Was ist die Absprungrate bei einer Website?

Die Absprungrate ist ein Begriff des Bereichs Webanalyse. Sie wird in Prozent angegeben und zeigt auf, wie viele Besucher eine Website bereits nach kurzer Zeit wieder verlassen. Laut Google Analytics ist dies dann der Fall, wenn nur eine Unterseite besucht und somit nur eine Anfrage an den Analytics-Server ausgelöst wird. Häufig wird für die Absprungrate auch der englische Begriff Bounce Rate genutzt.

Die Absprungrate wird berechnet, indem die Anzahl der Sitzungen mit einem Seitenaufruf durch die Gesamtzahl der Besucher geteilt wird, was einen Bruchteil der Gesamtzahl der Sitzungen darstellt.

Grafikerklärung der Bounce rate bei Websiten

Wenn ein Besucher eine Website nur kurz nutzt oder keine Interaktion durchführt, muss das nicht zwingend schlecht sein. Unter Umständen hat der User eine bestimmte Information, beispielsweise Kontaktdaten gesucht und direkt auf der aufgerufenen Unterseite gefunden. In diesem Fall bedeutet die Absprungrate nicht gleich eine schlechte Seitenqualität. Meistens möchten Seitenbetreiber jedoch Benutzer möglichst lange auf der eigenen Website halten. In diesem Fall wirkt eine hohe Bounce Rate eher negativ.

Eine hohe Absprungrate kann darauf hin deuten, dass die Webseite nicht den Erwartungen der Nutzer entspricht. Der Grund liegt oft im langsamen Laden der Website, schlechter Navigation oder mangelnder Optimierung für mobile Geräte. All diese Faktoren führen dazu, dass Nutzer die Seite schnell wieder verlassen.

7 Schritte um die Absprungrate zu reduzieren

1. Achte auf die Ladegeschwindigkeit deiner Seite

Wenn eine Seite mehr als drei Sekunden zum Laden braucht, verlassen laut Google 53 % der Nutzer die Seite. Der Inhalt der Website spielt keine Rolle, wenn die Nutzer ihn nicht sofort sehen können. Auf mobilen Geräten ist die Ladegeschwindigkeit ebenfalls entscheidend. Daher wurde sie 2018 zu einem der Rankingfaktoren bei Google.

2. Vereinfachte Navigation

Die Navigation sollte unbedingt einfach gehalten sein und dem Benutzer keinen Mehraufwand abzuverlangen. Laut einer Studie von Nielsen bevorzugten User auf Desktop-Ansichten eine sichtbare Navigation gegenüber von Hamburger-Menüs und versteckten Navigationen.

Hier sind einige Tipps, die du beim Navigationsaufbau beachten solltest:

  • Die Anzahl der Navigationsebenen sollte nicht mehr als 2–3 betragen
  • User bevorzugen es zu sehen, in welchem Menüpunkt sie sich gerade befinden
  • Bei größeren Websiten hilft eine Breadcrumb-Navigation als Orientierungshilfe 
  • Bei größeren Websiten empfehlen sich Dropdown-Menüpunkte

3. Gute Lesbarkeit der Inhalte

Der Inhalt auf der Seite sollte formatiert und leicht zu lesen sein. Benutzer wollen keine unverdaulichen und schlecht strukturierten Artikel lesen. Breche größere Textmengen in Absätze auf, fügen Sie Videos, Bilder und Aufzählungslisten ein. Eine große Anzahl von Textblöcken erhöht immer die Absprungrate der Webseite.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist, dass 79 % von Website Besuchern, Inhalte nur überliegen. Deshalb ist es wichtig deine Inhalte einfach erfassbar zu gestalten, sodass die User möglichst viele Informationen aufnehmen können.

4. Vereinfachte Suchmöglichkeit

Viele Websiten verzichten auf die Suchfunktion und machen ihren Besuchern damit das Leben schwer. Wenn ein User nach etwas Bestimmtem sucht und es nicht sofort auf der besuchten Seite findet, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass er die Seite wieder verlassen wird.

Tests haben gezeigt, dass 90 % der Nutzer bei der Suche nicht über die erste Seite der Website hinausgehen. Daher solltest du wichtige Inhalte nicht hinter irgendwelche Unterseiten oder einem Haufen visueller Elemente verstecken. Wenn User etwas aktiv mit einem Suchfeld auf deiner Website suchen, ist es auch wahrscheinlicher, dass sie mehr Zeit auf deiner Seite verbringen werden.

Gerade bei größeren Websiten mit vielen Inhalten solltest du dir überlegen, ob eine Suche deinen Usern weiterhelfen könnte, um ihnen so unnötige Klicks zu ersparen.

5. Gute Gestaltung des Layouts

Gutes Webdesign ist intuitiv und erhöht die Glaubwürdigkeit. Es ist unwahrscheinlich, dass Nutzer ihre Zeit auf einer Seite mit einer komplizierten Navigation oder schlecht gestaltetem Layout verschwenden. Untersuchungen von Social Triggers zeigen, dass sich Nutzer nicht für Inhalte auf schlecht gestalteten Seiten interessieren. So weigerten sich 94 % der Befragten, eine unattraktive Seite zu besuchen.

Design Vergleich von 2 E-Commerce Websiten
Design Vergleich von 2 E-Commerce Websiten

Gestalte dein Design übersichtlich und optimiere deine Website für die Ansicht auf verschiedenen Gerät. Die korrekte Anzeige deiner Inhalte ist essenziell und freut vor allem den Nutzer.
6. Funktionierende Links

Nicht funktionierende Links sind genauso nervig wie unerwünschte Pop-Ups und beeinträchtigen negativ das Nutzererlebnis. Daher solltest du sicher stellen, dass alle internen & externen Links auf deiner Website funktionieren. Dafür gibt es auch nützliche Tools, die dir die Arbeit abnehmen: 

Google Search Console Screenshot

7. Richtige Platzierung der CTAs

Wenn die Nutzer auf deiner Website eine Aktion ausführen sollen, sollte diese Handlungsaufforderung möglichst klar formuliert und deutlich sichtbar platziert sein.
Der Besucher sollte ihn direkt in den ersten Sekunden auf der Seite bemerken. Ebenso von Vorteil ist eine ansprechende Gestaltung des CTA-Buttons.

Es stellte sich heraus, dass das häufigste Muster der Augenbewegung eines Benutzers das F- Muster oder Z-Muster ist. Hier 2 Beispiele zur Verdeutlichung:


Fazit
Die Absprungrate kann ein wichtiger Indikator für die Nutzerfreundlichkeit deiner Website sein. User bleiben in der Regel länger auf Webseiten, auf denen sie finden was sie suchen oder ihnen die angebotenen Inhalte gefallen. 

Allerdings muss die Absprungrate stets im richtigen Verhältnis betrachtet werden. Bei One-Page oder Blog-Websiten ist die Absprungrate tendenziell immer höher (bis zu 90 %) als bei Websiten von Unternehmen. Bei E-Commerce Websiten sollte die Absprungrate wiederum möglichst niedrig sein. 

Eine hohe Absprungrate kann also ein wichtiger Hinweis auf die Performance deiner Website sein. In diesem Fall, solltest du Faktoren wie Inhalte, Aufbau und technische Optimierung auf jeden Fall überprüfen und gegebenenfalls verbessern.

Du willst mehr über den Aufbau von Landingpages erfahren? Da hilft dir dieser Artikel weiter "6 Tips für den optimalen Aufbau deiner Landingpage".

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