Webdesigner beauftragen: Worauf du wirklich achten solltest
Webdesigner beauftragen, aber worauf achten? Portfolio, Prozess, Preise und Warnsignale: ein ehrlicher Leitfaden aus der alltäglicher Arbeit eines Webdesigners.
Webdesigner beauftragen, aber worauf achten? Portfolio, Prozess, Preise und Warnsignale: ein ehrlicher Leitfaden aus der alltäglicher Arbeit eines Webdesigners.

Du hast dich entschieden: Eine neue Website muss her, und dafür willst du einen Webdesigner beauftragen, statt es selbst mit einem Baukasten zu versuchen. Gute Entscheidung, wenn deine Website mehr leisten soll als nur online zu existieren. Die schwierigere Frage kommt danach: Woran erkennst du, ob jemand seinen Job wirklich kann, bevor du einen Vertrag unterschreibst und Geld überweist?
Ich mache seit über fünf Jahren Webdesign-Freelancer-Arbeit in Nürnberg und höre in Erstgesprächen immer wieder dieselben Unsicherheiten. Kunden wissen, dass sie eine gute Website brauchen, aber nicht, woran sie einen guten Anbieter erkennen. Genau diese Lücke will ich hier schließen, mit den Fragen, die ich an deiner Stelle stellen würde, wenn ich selbst einen Webdesigner suchen müsste.
Ein Portfolio mit schicken Screenshots sagt dir fast nichts. Screenshots zeigen dir, wie eine Seite im besten Moment aussieht, nicht wie sie sich anfühlt, wenn du sie tatsächlich benutzt. Klick dich durch die Live-Websites im Portfolio. Öffne sie auf deinem Handy. Schau, wie schnell sie laden und ob die Navigation logisch ist.
Frag außerdem, was der Webdesigner selbst gebaut hat und was aus einer Vorlage stammt, die kaum verändert wurde. Beides ist legitim, solange es transparent kommuniziert wird. Problematisch wird es, wenn dir ein austauschbares Template als individuelle Arbeit verkauft wird. Wer einen guten Webdesigner finden will, sollte auch nach Referenzen aus der eigenen Branche fragen, nicht nur nach der Anzahl der Projekte.
Ein Referenzgespräch mit einem früheren Kunden ist unüblich, aber nicht unmöglich. Wer nichts zu verbergen hat, vermittelt dir gern den Kontakt oder zeigt dir zumindest eine kurze Rückmeldung. Genau daran erkennst du, ob jemand von seiner eigenen Arbeit überzeugt ist.
Bevor du einen Webdesigner beauftragst, frag konkret nach dem Ablauf. Wie viele Termine gibt es? Wer ist dein fester Ansprechpartner, wenn Rückfragen auftauchen? Wie wird korrigiert, wenn dir ein Entwurf nicht gefällt? Ein seriöser Anbieter kann dir diese Fragen ohne Zögern beantworten, weil der Prozess bei ihm feststeht und nicht bei jedem Projekt neu erfunden wird.
Ich beschreibe meinen eigenen Ablauf ausführlich auf der Seite vom Erstgespräch bis zum Launch, weil genau diese Transparenz am Anfang oft fehlt. Kunden unterschreiben, ohne zu wissen, wie viele Wochen sie warten, was von ihnen selbst noch gebraucht wird und wann sie überhaupt wieder etwas hören.
Ein klarer Prozess schützt dich vor bösen Überraschungen. Wenn ein Angebot weder eine Zeitschiene noch einen klaren Ansprechpartner nennt, ist das für mich ein erstes Warnsignal, egal wie verlockend der Preis ist.
Viele Kunden lassen sich die Technologie einfach vorschlagen, ohne zu verstehen, warum. Dabei entscheidet dieser Punkt, wie viel Freiheit du später hast, wie schnell deine Seite lädt und wie teuer die Pflege wird. WordPress, Webflow und Baukastensysteme wie Wix oder Squarespace lösen unterschiedliche Probleme, und keines davon ist grundsätzlich das bessere System.
Ein guter Webdesigner erklärt dir, warum er eine bestimmte Lösung für dein Projekt vorschlägt, statt einfach das zu nehmen, was er immer nutzt. Ich habe die Unterschiede zwischen den Systemen ausführlich in meinem Vergleich Webflow vs. WordPress aufgeschrieben, weil diese Frage in fast jedem Erstgespräch auftaucht.
Lass dir die Entscheidung in einfachen Worten begründen. Wenn dir jemand nur sagt, das mache man eben immer so, oder mit Fachbegriffen um sich wirft, ohne den Nutzen für dich zu erklären, frag noch mal nach oder such dir jemand anderen.
Ein gutes Briefing entsteht nicht dadurch, dass du ein Formular ausfüllst und drei Stichworte zu deiner Zielgruppe notierst. Es entsteht im Gespräch, wenn der Webdesigner nachhakt, warum du bestimmte Dinge willst, wer deine Website eigentlich besuchen soll und was diese Besucher am Ende tun sollen. Genau diese Fragen zeigen dir, ob jemand mitdenkt oder nur Aufträge abarbeitet.
Wenn dir jemand sofort ein Angebot schickt, ohne vorher ein einziges Detail zu deinem Geschäft erfragt zu haben, ist Vorsicht angebracht. Eine Website, die zu deinem Unternehmen passt, kann niemand entwerfen, ohne dein Unternehmen zu verstehen. Das kostet Zeit, aber genau diese Zeit entscheidet später über den Erfolg der Seite.
Bereite dich selbst ein wenig vor, bevor du das Gespräch führst. Überleg dir, was deine Website erreichen soll, welche Konkurrenten dir gefallen und welche nicht. Das macht das Briefing für beide Seiten leichter und zeigt dem Webdesigner, dass du das Projekt ernst nimmst.
Die Preisspanne bei Webdesign ist riesig. Für dieselbe Leistung, eine Website erstellen lassen, bekommst du Angebote zwischen wenigen hundert und mehreren tausend Euro. Der Unterschied liegt selten am Talent allein, sondern daran, was tatsächlich im Preis steckt: Wird jede Seite einzeln gestaltet oder ein Standardtemplate angepasst? Ist Text- und Bildbeschaffung enthalten? Gibt es Support nach dem Launch oder endet die Zusammenarbeit mit dem letzten Klick?
Ein sehr günstiges Angebot ist nicht automatisch schlecht, genauso wenig wie ein teures automatisch gut ist. Wichtig ist, dass du verstehst, wofür du zahlst. Frag konkret nach, was im Angebot enthalten ist und was als Zusatzleistung extra berechnet wird. Seriöse Anbieter legen das offen, ohne dass du dreimal nachbohren musst.
Schau dir neben dem Endpreis auch die Stundensätze und den geschätzten Aufwand dahinter an. Ein auffällig niedriges Angebot bedeutet meistens weniger Zeit für Konzeption und Feinschliff, auch wenn dir das im Angebot selbst niemand so sagt. Sichtbar wird es erst später, an der fertigen Website.
Manche Zeichen zeigen sich schon vor Projektbeginn. Wenn ein Angebot ohne jedes Gespräch verschickt wird, wenn Rückfragen tagelang unbeantwortet bleiben oder wenn dir jemand einen Vertrag zum sofortigen Unterschreiben vorlegt, ohne Zeit zum Nachdenken zu lassen, würde ich vorsichtig werden. Druck und Eile passen selten zu guter Arbeit. Ich hab in meinen ersten Jahren selbst manchmal zu schnell zugesagt, aus Angst, den Auftrag sonst zu verlieren. Am Ende hat mich das mehr Nerven gekostet, als der Auftrag mir eingebracht hat.
Auch während des Projekts gibt es Signale. Wenn du wochenlang nichts hörst, obwohl ein Zwischentermin vereinbart war, oder wenn jede Änderung plötzlich extra kostet, ohne dass das vorher klar kommuniziert wurde, stimmt etwas mit der Kommunikation nicht. Ein professioneller Webdesigner meldet sich von selbst, auch wenn es mal eine Verzögerung gibt.
Ein letztes Signal betrifft die Übergabe: Wenn niemand dir erklären kann, wem die Website nach dem Launch technisch gehört, also wer Zugriff auf Hosting, Domain und Backend hat, ist das ein ernstes Problem. Du solltest jederzeit die Kontrolle über deine eigene Website behalten, unabhängig davon, ob die Zusammenarbeit weitergeht.
Der Launch ist nicht das Ende des Projekts, auch wenn viele Angebote genau dort aufhören. Frag vorher, wie die Übergabe aussieht. Bekommst du Zugriff auf alle Systeme? Gibt es eine kurze Einweisung, wie du selbst kleine Texte änderst? Was passiert, wenn in drei Monaten ein technisches Problem auftaucht?
Manche Webdesigner bieten laufende Betreuung an, andere übergeben komplett und stehen nur bei Bedarf zur Verfügung. Beides kann passen, je nachdem, wie viel technisches Vertrauen du selbst mitbringst. Wichtig ist nur, dass du diese Frage vor Projektstart klärst und nicht erst dann, wenn etwas kaputt ist und niemand erreichbar ist.
Wer eine Website erstellen lässt, zahlt eigentlich für zwei Dinge: den Launch-Tag und alles, was danach kommt. Eine Website lebt, verändert sich, braucht irgendwann neue Inhalte. Ein Webdesigner, der diesen Teil ernst nimmt, denkt schon beim Aufbau daran, wie einfach du später selbst Hand anlegen kannst.
Wenn du gerade selbst überlegst, einen Webdesigner zu beauftragen, und dir jemanden wünschst, der genau diese Punkte ernst nimmt: buche einfach einen Termin auf meiner Kontaktseite, ganz ohne Verkaufsdruck. Gemeinsam finden wir heraus, ob und wie ich dir helfen kann.
Das hängt stark vom Umfang ab. Eine einfache Website für Selbstständige liegt oft zwischen 1.500 und 4.000 Euro, größere Projekte mit individuellem Design und mehreren Unterseiten können deutlich mehr kosten. Wichtiger als der reine Preis ist, was konkret enthalten ist, also ob Texte, Bilder und Support mit eingerechnet sind. Frag im Erstgespräch immer nach einer transparenten Aufschlüsselung.
Für ein Projekt mit klarer Struktur solltest du realistisch mit vier bis acht Wochen rechnen, von der ersten Anfrage bis zum Launch. Die Dauer hängt stark davon ab, wie schnell du selbst Texte, Bilder und Feedback lieferst. Verzögerungen entstehen meistens auf Kundenseite, nicht beim Webdesigner. Ein klarer Zeitplan zu Beginn hilft, das Projekt im Rahmen zu halten.
Nein, das ist nicht zwingend nötig. Viele Kunden starten mit einer groben Idee und entwickeln Inhalte erst im Laufe des Projekts weiter. Trotzdem hilft es, wenn du dir vorher Gedanken machst, was deine Website eigentlich erreichen soll. Ein guter Webdesigner unterstützt dich auch bei der inhaltlichen Struktur, ersetzt aber nicht das Wissen über dein eigenes Geschäft.
Es gibt hier keine pauschal richtige Antwort, das hängt von deinen Zielen und deinem Budget ab. Webflow bietet viel gestalterische Freiheit bei guter Performance, WordPress punktet mit Flexibilität durch Plugins, Baukastensysteme sind für sehr einfache Projekte oft ausreichend. In diesem Artikel findest du Vorteile von Webflow und Alternativen. Ein seriöser Webdesigner erklärt dir die Vor- und Nachteile für dein konkretes Vorhaben, statt dir pauschal ein System zu verkaufen.
Das sollte im Vorfeld geregelt sein, idealerweise mit einer festgelegten Anzahl an Korrekturschleifen im Angebot. Seriöse Webdesigner arbeiten mit Zwischenpräsentationen, damit größere Abweichungen gar nicht erst bis zum fertigen Ergebnis unentdeckt bleiben. Wenn du frühzeitig Feedback gibst, lassen sich die meisten Punkte unkompliziert anpassen. Kläre trotzdem vor Projektstart, wie viele Korrekturrunden im Preis enthalten sind.

Egal ob konkrete Anfrage oder erste Idee. Ich berate dich gerne kostenlos. Bei einem Erstgespräch können wir uns über dein Projekt und deine Wünsche austauschen. Anschließend überlege ich mir wirkungsvolle nächste Schritte oder sende dir ein unverbindliches Angebot zu.